Gummistiefel sind gesund.

Oktober 5, 2007

Gestern konnte ich meinem Vater ein neues Paar Gummistiefel überreichen. Er trägt nun oft Gummistiefel. Dies war früher nicht so. Da griff er immer zum leichten Wanderschuh. Nun trägt er auf Grund des stärkeren Aufkommens von Zecken hohe Gummistiefel. Man könnte sagen aus Sicherheitsgründen oder zum Wohle der Gesundheit. Als intensiver Naturmensch und Jäger ist er ständig auf Wiesen und Brachflächen unterwegs. Seiner Erfahrung nach ist es ein wirksamer Schutz, Gummistiefel zu tragen. Bisher hatte er Neoprengefütterte Stiefel vom spanischen Hersteller Bilmy. Sehr gute Qualität, sehr haltbar, aus Kautschuk aber im Sommer, in der Hochzeit des Zeckendrucks, viel zu warm. Daher nun ein Paar ledergefütterte Le Chameau. Saint Hubert heißen die. Er sagt, in seinem Alter kann man auch mal etwas „unvernünftige“ Kaufentscheidungen treffen (er meint den Preis von über 200 €), und wenn es dann noch der Gesundheit dient, ist es auch gerechtfertigt ordentliches Schuhwerk zu tragen. Ich war nach etwa 6 Wochen Lieferzeit froh, endlich seinen aufgeregten Nachfragen positiv entgegnen zu können: „jawoll, sie sind da“.

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Hier wurde die Frage nach einem Tipp für Gummistiefel zur Bereisung polarer Regionen gestellt. Darauf möchte ich hier nun eingehen. Grundsätlich gilt es natürlich die Frage zu klären, wie aktiv ich bin, d.h. wie groß die Strecken sind die ich zurücklegen will. Oft geht es bei der Bereisung ja um Beobachtungsfahrten. Fahre ich also zum fotografieren und verhoffe dafür lange zeit bewegungslos in einem Versteck, kommen sich sehr stark isolierte Gummistiefel in Frage. Unternehme ich längere Beobachtungswanderungen so darf die Isolierung der Gummistiefel zur Vermeidung von übermäßiger Schweißblidung durchaus kleiner ausfallen. Zum Thema Schweißbildung ist noch eine Augenmerk auf die Sockenfrage zu richten. Hierzu habe ich bereits geschrieben. Erreiche ich mein Beobachtungsziel oft mit dem Boot, oder durchquere ich Schmelzflüsse sollte die Schaftweite etwas länger als normal gewählt werden. Die Alphaburly-Sport Serie von LaCrosse wäre da zu empfehlen. Diese Gummistiefel gibt is in schwach isolierter Form für aktive Wanderungen und in stark isolierter Form für höhere Beobachtungsanteile. Die Sohlen sind hervorragend für das oft geröllige Geläuf geeignet. Steht das durchqueren von Wasser nicht im Vordergrund und verweilt man viel auf einer Stelle, und es kommt auf die reine Isolierleistung in Kombination mit einem angenehmen Fußgefühl an, sollte man den Aigle Gummistiefel Alaska oder den LeChameau mit Webpelzfutter, den Chasseur Fourrée in Betracht ziehen. Der Chasseur Fourrée zeichnet sich noch durch einen hohen Schaft und einen

seitlichen Reißerschluß aus.

Dieses Verschlußsystem ermöglicht ein bequemes an- und ausziehen. Liebt man einen sehr engen Sitz der Stiefel empfiehlt sich der AIgle Parcours Iso, der mit einer groben Sohle ausgestattet ist. Dieser Stiefel ist Neopren gefüttert und wärmt auch hervorragend, ist allerding nicht ganz so hoch wie der LaCrosse.

Diese Empfehlungen sind aus mehreren praktischen Erfahrungen

zusammengestellt.

Eine Erfahrungsmitteilung.

Verschiedene technische Futtermaterialien wie Neopren oder Outlast können zu Folge haben, dass sich manche Füße schnell schwitzig anfühlen. Denn jeder Fuß reagiert anders auf seine neue, warme Umgebung. Ja, bei manchen Menschen werden die Füße sogar klatschnass. Man hat dann wirklich das Gefühl, die Gummistiefel könnten undicht sein. Oft sind Baumwollsocken schuld.
Tatsächlich stellt sich dann oft heraus, das man mit einer anderen Socke, also einer Funktionssocke sofort ein gänzlich anderes Klima im Gummistiefel erreichen kann.
Ich kann von guten Erfahrungen mit Ullfrotte-Socken, Falke-Socken(Funktionssocken) und Meindl-Socken berichten. Auf einmal waren die Gummistiefel wieder dicht und die Füße trocken. Neben dem guten Fußklima ein weiterer Vorteil: die Socken müffeln oft nicht so stark wie Baumwollsocken.