Seit September sind in Deutschland neu Stiefel von Tretorn im Handel.

Es gibt den Tretorn Retriever und den Akita. Beide sehen wenig spektakulär aus, sind aber mit etwas oho ausgestattet. Der Retriever ist mit Neopren-Futter gefüttert, der Akita sogar mit Outlast. Für diese Ausstattungsvarianten sind die Preise, Neopren fü 89 € und Outlast für 99 € echte Kampfansagen an die etablierten Marken aus Frankreich.

Diese Preise sind natürlich auch dem Produktionsland geschuldet. Beide werden in Fernost gefertigt.

Das Design ist durchaus modern und sportlich gewählt. Die Sohle erscheint fast wie eine Sohle aus dem Laufschuhsortiment. Jetzt hoffen wir mal, dass die Qualität sich als dauerhaft erweist und zweitens, dass das Angebot insgesamt die weggaloppierenden Preise der Gummistiefelhersteller etwas einbremst.

Ich finde jedenfalls, dass Tretorn hiermit einen guten Schritt in die richtige Richtung getan hat, einen guten Stiefel zu einem fairen Preis auf den Markt zu bringen. Bleibt abzuwarten ob man im Hause Tretorn darann bleibt, oder sich weiter in den modischen Sektor begibt.

Blaser Gummistiefel

Juni 4, 2009

Das sich Einzelne Markenhersteller von Kleidung oder Equipment immer mehr als Vollsortimenter aufstellen ist auffällig. So produziert ja der dänische Jagdbekleidungshersteller Seeland nun auch Gummistiefel, Vaude vom Bodensee macht in Trekkingschuhen und auch so manches französisches Edel-Label macht nun schon in „Gummi“.

Nun auch die deutsche Jagdausrüstungsmarke Blaser. Blaser stellte kürzlich auf der IWA in Nürnberg einen für Blaser konzipierten Gummistifel vor. Man hat sich streng an die Markenführungsvorgaben gehalten. Hohe Qualität kombiniert mit ansprechendem Design und innovativer Funktion. Man hat sich für das temperatur regulierende Outlast-Futter entschieden, um auch besonders dem aktiven Jäger einen Mehrwert zu liefern. Allerdings ist dieser Blaser Stiefel sicher nicht nur für den Jäger interessant sondern auch für Naturbegeisterte Fotografen und Beobachter. Neben dem Outlast-Gewebe ist  der Reißverschluss für bequemes an- und ausziehen ein forzuhebenes Predikat.

Mit 279 € per Paar ist dieser Stiefel natürlich eher einer zahlenmäßig kleineren, exclusiveren Kundschaft vorbehalten.  Diese bekommt aber, soweit man der Konzeption folgt, einiges für ihr Geld. Ich freue mich bereits den Stiefel in kürze zu testen, dann sehen wir weiter. Ab Mitte Juli wird der Blaser Stiefel verfügbar sein.

Der Trend zum hochwertigen Gummistiefel aus Kautschuk ist ungebrochen. Früher wußten den Wert eines Gummistiefels nur diejenigen zu würdigen, die sich beruflich gezwungen sahen täglich  Stiefel zu tragen. Doch moderne Weiterntwicklungen und höhere Tragecomfort sortgten dafür, das der Gummistiefel auch bei immer mehr Freizeitaktiven zum Einsatz kam. Natürlich hatten Jäger, Angler und Segler den Rubberboot schon lange im gebrauch. Doch immer mehr Wanderer, Strandausflügler und Hundesportler konnten sich nun für dieses Kleidungsstück erwärmen. Pfiffige Disigns sorgten gar dafür, das der Stiefel selbst in Innenstädten anzutreffen war. Diese „Hoffähigkeit“ sorgte für einen starken Anstieg der Nachfrage. Lieferverzögerung in den Herbstmonaten war die Folge.

So sahen sich die großen zwei französchen Gummistifel-Hersteller, Aigle und LeChameau, in die Lage versetzt, in den vergangenen Jahren die Preise immer weiter anzuheben. Und auch dieses Jahr ist wieder eine neue Preisrunde angekündigt. So erhöht die Firma Aigle die Preise ab dem 1. Juli für einige starke Modelle  um über sechs Prozent. So wird der Ladenverkaufspreis für den Parcours Iso von 150 auf 160 € angehoben, der Parcours Vario erhöht sich zum glück nur um einen Euro. Abzuwarten bleibt, wie der Handel auf die Preisanhebung reagiert und wieviel der Erhöhung er an den Verbraucher weitergeben kann.

Am stärksten sind die Preisanhebungen beim Kindergummistiefel „My boot“ zu beobachten. Statt der vorherigen 27 € kommt nun ein Paar für 35 € daher, einer satten Steigerung von 30 %. Allerdings waren die Stiefel im Vergleich zur sonstigen deutschen PVC-Handelsware auch sehr günstig bepreist und sind es noch immer.

Etwas vollmundig sind sie gestarten, die Herrschaften von Tretorn. Der erste atmungsaktive Gummistiefel der Welt! Wird er jetzt der letzte sein? Auf jeden Fall erreichte mich nun die Nachricht, das der Högtryck aus dem Sortiment genommen wird. Lag es an der Farbgebung die keinen Anklang fand, oder doch an der etwa nicht wasserdichten Membran-Natstelle?

Tretorn HötryckTretorn Hötryck

Ich werde demnächst mal nachfragen ob man weiter an der Idee arbeitet. Denn grunsätzlich ist die Idee nicht so schlecht. Und vielleicht kommt er ja wieder, der Hötryck von Tretorn

Was da kommt.

Mai 14, 2009

In den vergangenen Wochen habe ich einige Ausblicke in den Markt der zukünftigen Gummistiefel tätigen können. Ich habe sehr interessante neue Stiefel von Tretorn sehen dürfen. Hochwertig verarbeitet, mit sportlich moderner Sohle wie man sie vom Laufschuh erwarten kann, aus Naturkautsch gefertigt, mit Neopren gefüttert und zu wirklich sehr fairen Preisen. Wenn ich mich richtig erinnere, werden die Stiefel unter 100 € kosten. Ab Ausgust oder September sollen sie auch in Deutschland verfügbar sein.

Dann habe ich Stiefel vom dänischen Jagdausrüster Seeland gesehen. Der Hersteller von so bekannten Jagdmarken wie Norsveda, Seeland und Härkila wagt sich nun auf das Terrain der Gummistiefel und Winterschuhe. Entwickelt unter Herrn Slot-Nielsonm werden die Stiefel in Fernost gefertigt. Man hat bei der Entwicklung im hohen Maße auf Qualität wert gelegt, wir werden sehen ob es funktioniert hat. Jedenfalls werden auch die Gummistiefel von Seeland im Herbst 09 verfügbar sein. In der Wintersaison 08/09 strebt man einen Absatz von über 30000 Paar in Nordeuropa an. Seeland ist besonders stark in den skandinavischen Ländern und auf der britischen Insel vertreten. Ich bin sehr gespannt, wie das dort weitergeht.

Der amerikanische Gummistiefel Hersteller LaCrosse verkündete erst im vergangenen Juli seinen erfolgreichen europäischen Vertrieb selbst übernommen zu haben und diesen nun zu führen. Seit dem ist doch einiges passiert. Das sicher nicht für die Qualitätsprobleme haftbar machbare dänische Vertriebsmanagement wurde durch ein amerikanisches ersetzt. Schon der Gründer von Gateway, der Firma die LaCrosse in Europa erfolgreich einführte“ Henrik Slot Nielson, verließ das Unternehmen sofort und setzte seine Arbeit im Unternehmen Seeland fort.

Nun hat es den europäischen Area-Manager Jan Melgaard „erwischt“. Auf der Outdoormesse IWA im März war er noch zur Stelle. Nun ist er seit dem ersten April nicht mehr im Unternhemen Lacrosse beschäftigt. Sein Posten wird nun von Craig Cohen, dem Managing Director von Lacrosse Europe bzw Matt Schneider Leiter für Verkauf und Marketing gemacht.  Dann kann man ja gespannt sein, ob Lacrosse in Europa mit dieser geballten amerikanischem Kompetenz wieder auf die Beine kommt.

In Deutschland jedenfalls kommen solche holperigen Aktionen sicher nicht so gut gut an.

Noch dazu kommt, dass das dänische Management sicher nicht die Qualitätsschwankungen bei den Gummistiefeln verantworten kann, oder?

Jedenfalls wirkt in letzter Zeit auch der Customer-Service arg überfordert und die bis dahin besipielhaft gute Reklamationsbearbeitung lässt strak zu wünschen übrig. In Deutschland haben jedenfalls schon einige Händler reagiert und LaCrosse Gummistiefel ausgelistet.

Florian

Seit September hat nun die Firma Rascher aus Rheda Wiedenbrück die Distribution von Muck-Boot Gummistiefeln für Deutschland übernommen. Wir bei Wildnissport haben uns sehr darüber gefreut. Schon seit Jahren kannten wir die Stiefel von Reisen ins Ausland und hamen von den Trägern begeisterte Meinungen gehört.

Seit September sind nun die Modelle Derwent, Tay, Tay Sport und die Camo-Variante Avon in ausreichender Stückzahl erhältlich gewesen. Mittlerweile hat sich das Lager aber ob der begeisterten Nachfrage etwas erschöpft, wie man hört.

Ich habe in meinem persönlichen Umfeld auch fleßig Tay und Tay Sport verkauft, und habe bisher hervorragende Resonanz erhalten. Natürlich wirken sie wegen der guten Isolierung am Fuß etwas klobig, halten dafür schön warm und man geht mit der Sohlendämpfung wie auf Kissen. Neigt man zu feuchten Füßen, sorgt die gute Isolation natürlich für extrem feuchte Füße. Dies sollte beim Kauf für aktive Verwendung berücksichtigt werden.

Besonders das Modell Tay ist auf große Beliebtheit gestoßen. Für um die 100 € ist es preislicht atraktiv und es lohnt sich ein Versuch.

Auf diesen Stiefel habe ich mich gefreut. Nun trifft mich die Nachricht wie ein Blitz. Der Ventilera Gummistiefel von Tretorn wird wohl doch nicht hergestellt. Ein sportlicher Kurzschaftstiefel auf Basis des Högtryk, mit der „atmenden“ Belüftungsmembrane.

Das Muster dieses Stiefel´s war aber nicht nur mit dieser angenehmen Funktion ausgestattet, sondern sah auch echt scharf aus. Farblich kam das Muster in einem Grauton daher und war mit schwarzen, weißen und orangen Farbanteilen im Sohlenbereich ausgestattet.

Wie ich gestern erfuhr, war die Nachfrage in Deutschland aber nicht groß genug, damit Tretorn für dieses Modell die Serien-Fertigung anlaufen läßt. Der deutsche Tretorn-Vertrieb kämpft aber noch für eine Realisierung des Stiefels.

Der US-Amerikanische, börsengelistete Gummistiefel Produzent Lacrosse Footwear Inc., hat am 21.07 bekannt gegeben seinen europäischen Vertrieb, die Gateway Footgear Aps aus Dänemark, übernommen zu haben.

Gateway hat vor allem die Gummistiefel der Marke LaCrosse in Europa populär gemacht. Besonders erfolgreich war man im skandinavischen, deutschen und britischen Markt.

Vor genau fünf Jahren stellte LaCrosse seine Gummistiefel erstmals in Deutschland auf der Outdoor in Friedrichshafen vor.

Der Tragekomfort der Alphaburly-Serie überzeugte so sehr, daß die Firma Wildnissport sie seit dem im Sortiment führt.

Da LaCrosse neben den Stiefeln auch im Lederschuh-Bereich aktiv ist und mit der Marke Danner ein weiteres potentielles Produkt für den europäischen Raum in der Pipeline hat, fiel nun der Entschluß, hier mehr zu investieren.

Der Inhaber der Firma Gateway, Henrik Slot Nielsen konnte oder wollte offenbar nicht so sehr in´s Risiko gehen, wie dies für das große Unternehmen Lacrosse möglich ist. Außerdem hat vermutlich der aktuell günstige Doller-Euro Wechselkurs die Amerikaner bewogen komplett in den europäischen Markt einzusteigen. Zwar ist der Kaufpreis entsprechen hoch gewesen, aber der spätere Margen-Transfer wird es auch sein.

Lacrosse eröffnet eine Filiale in Kopenhagen, in die die Vermögenswerte der Gatway einfließen werden.

Viking Gummistiefel in Deutschland

Seit diesem Jahr ist die Viking Footwear in Deutschland mit eigener Niederlassung aktiv. Bisher wurde der Markt durch einen Außendienstmitarbeiter direkt aus Norwegen bedient.

Doch der nordische Gummistiefel-Traditionalist will mehr. Schließlich sind sie im skandinavischen Raum eine echte Institution. Neben dem Gummistiefel haben die Norweger noch das Schneeschuhsegment, Kinderschuhe und Trailrunningschuhe im Köcher.

Seit 1920 fertigt man bei Viking Gummistiefel und auf vielen meiner Reisen nach Skandinavien habe ich diese oft an „Fishermans“ Füßen gesehen. In Deutschland war über viele Jahre eine Fangemeinde unter den Jägern zu finden, die auf die Stiefel mit dem Hörner-Logo flogen.

Ich selbst habe bisher keine Erfahrungen mit diesen Stiefeln, und habe mir gleich erstmal einige bestellt, um diese ausgiebig zu testen und im Freundeskreis testen zu lassen.

Ich bin schon ganz gespannt, wie die Qualität ist. Modische Modelle waren auf jeden Fall dabei.